Ausstellung „Kunst am Bau. Den Zahlen einen Namen geben.“

„Den Zahlen einen Namen geben“ ist ein Wettbewerb für einen Gedenkort in Neinstedt, der 2019 von der Evangelischen Stiftung Neinstedt und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, ausgelobt wurde. Der Wettbewerb ist ein Ideenwettbewerb für Studenten/innen der Fachbereiche Kunst und Design der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Ausstellung „Kunst am Bau. Den Zahlen einen Namen geben.“

Ort

Neinstedt

Lindenhofskirche, Suderöder Straße, 06502 Thale OT Neinstedt

Termine

Mo, 21.09.2020 - Fr, 30.10.2020

Weiterführende Informationen zur Ausstellung:

Seit mehr als neun Jahren widmet sich der Historiker Prof. Reinhard Neumann der intensiven Aufarbeitung der Geschichte der damaligen Neinstedter Anstalten. Hunderte Menschen aller Altersgruppen wurden hier im Rahmen der „Euthanasie“- Mordaktionen in Zwischenanstalten „entlassen“ und die meisten sind danach in der „Euthanasie“- Anstalt Bernburg anonym ermordet worden.
Zwischen dem 30. September 1938 und dem 26. November 1943 fanden an insgesamt 62 Tagen „die Verlegungen“ von 823 Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen aus den damaligen Neinstedter Anstalten statt. In der Evangelischen Stiftung Neinstedt soll ein Gedenkort entstehen, der mit allen Sinnen erfasst werden kann. Den Opfern soll gewürdigt werden, indem man ihnen ihre Namen zurückgibt.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle