Füreinander da sein.

Pressemitteilung der Evangelischen Stiftung Neinstedt

Chinesisches Neujahrsfest im Christlichen Kinderhaus


06.03.2026

Eine Woche lang wurde in der Gruppe der Zweijährigen das chinesische Neujahrsfest gefeiert.

Begleitet wurde das Fest von Amanda Schmidt, die aus Singapur stammt und jetzt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Quedlinburg wohnt. Sie berichtet: „In Singapur feiern etwa 75 Prozent der Bevölkerung das chinesische Neujahrsfest. Meist sind sie chinesischstämmig. Aber auch andere Kulturen feiern dieses Fest. Der Beginn des Festes richtet sich nach dem Lunisolarkalender und ändert sich in jedem Jahr. In diesem Jahr findet das Fest vom 17. Februar bis zum 3. März statt.“

Zu Beginn der Projektwoche erfuhren die Kinder spielerisch die traditionelle Geschichte darüber, wie die Jahre ihre zwölf Tiernamen erhielten. Daneben spielt die Legende vom Ungeheuer Nian eine große Rolle. Es mag kein Rot, es mag es nicht laut und es mag kein Licht. Um dieses Ungeheuer zu vertreiben, gibt es traditionell ein Feuerwerk. Und deshalb tragen die Kinder in dieser Woche auch rote Kleidung, um an diese Tradition anzuknüpfen.“

Die Idee zu diesem Projekt kam von den Erzieherinnen Bettina Sahm und Silvana Kühne. Bettina Sahm berichtet: „Wir haben einige Kinder aus unterschiedlichen Ländern im Kinderhaus. Dadurch kommen die Kinder schon früh mit anderen Kulturen in Kontakt. Wir leben alle auf dieser Welt und müssen uns akzeptieren und respektieren. Schon von klein auf sollen die Kinder lernen, dass alle Menschen gleich sind. Deshalb machen wir solche Projekte.“

Als Amanda Schmidt von der Idee erfuhr, war sie sofort begeistert und erklärt: „Meine Tochter ist auch in der Gruppe. Jetzt kommen die Kinder langsam in das Alter, in dem sie so etwas aufnehmen können. Ich bin froh, dass ich den Kindern die chinesischen Traditionen vorstellen darf. Ich habe auch traditionelle Kekse und Lotus Bao, eine Art gefüllter Hefekloß, gebacken, damit die Kinder das Fest auch schmecken können.“

Jeden Tag in dieser Woche wurde etwas anderes mit den Kindern unternommen. Es wurde gebastelt und geschmückt. Auch das traditionelle Tauschen von Mandarinen gegen rote Briefumschläge wurde zelebriert. Die Kinder bringen den Erzieherinnen eine Mandarine mit den Worten „Xi Fa Chai“, was „Möge das neue Jahr dir Glück und Wohlstand bringen“ bedeutet. Normalerweise wird in den Umschlägen Geld verschenkt. Im Kinderhaus war es symbolisch ein Schokoladentaler.

Zum Abschluss der Projektwoche wurde dann noch der Drachentanz einstudiert.

Das nächste Projekt steht bereits im Mai an. Dort wird in diesem Monat der argentinische Nationalfeiertag begangen. Dann stellt die junge FSL-lerin im Kinderhaus ihre Heimat Argentinien vor.





Chinesisches Neujahrsfest im Christlichen Kinderhaus
Chinesisches Neujahrsfest im Christlichen Kinderhaus