Ein duftender Schultag rund ums Brot

06.11.2025

Ein duftender Schultag rund ums Brot

Bäckermeister und Brotsommelier René Silberbach besucht die Ev. Grundschule in Ilsenburg.

Der Unterricht in der 3. Klasse der Evangelischen Grundschule Ilsenburg war an diesem Dienstag, dem 4. November alles andere als gewöhnlich: Er war spannend, krümelig und richtig lecker! Grund dafür war der Besuch von Bäckermeister und Brotsommelier René Silberbach aus Wernigerode, der die Schülerinnen und Schüler mit auf eine faszinierende Reise in die Welt des Brotes nahm.

Mit im Gepäck hatte der Fachmann verschiedene Brotsorten, Getreidearten, ein spannendes Experiment und jede Menge Wissen rund um das Thema Backen. Gemeinsam wurde erforscht, was eigentlich in ein Brot gehört, warum Sauerteig so eigenartig riecht und welche wichtige Rolle er beim Backen spielt. Auch regionale Getreidesorten kamen zur Sprache – und die Kinder erfuhren, warum das Einkorn seinen Namen trägt.

Besonders beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler davon, dass es Mehl in vier verschiedenen Sorten gibt – je nachdem, wie viel vom Korn verwendet wird. In Vollkornmehl steckt das ganze Korn, was es dunkler und etwas „kratziger“ macht. Natürlich durfte auch probiert werden: Das Urkornbrot war bei allen ein echter Hit!
Für Begeisterung sorgte zudem ein Experiment, das die Sinne schärfte: Was passiert, wenn man beim Kauen eines Gummibärchens die Nase zuhält? Erst beim Loslassen entfaltet sich der volle Geschmack – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie eng Riechen und Schmecken zusammenhängen.

Neugierig wollten die Kinder auch wissen, wer eigentlich das erste Brot gebacken hat. Die Antwort überraschte: Es waren die alten Ägypter! Damit ist Brot seit jeher fest im orientalischen Raum verankert. Heute wird in der Türkei weltweit am meisten Brot gegessen – doch Deutschland hält mit über 3000 Brotsorten den Rekord in der Vielfalt.
Zum Abschluss wurde eine Frage gestellt, die viele zum Staunen brachte: Wann muss ein Bäcker aufstehen, damit wir morgens frisches Brot und Brötchen genießen können? „Zur Geisterstunde“, verriet René Silberbach. Denn Bäcker arbeiten oft die ganze Nacht hindurch, damit wir am Morgen ofenfrische Backwaren auf dem Tisch haben.

Am Ende des Tages waren sich alle Kinder einig: Brot ist etwas ganz Besonderes – und zu schade zum Wegwerfen.