Das Haus Emmaus in Blankenburg feiert 10-jähriges Jubiläum

06.11.2025

Das Haus Emmaus in Blankenburg feiert 10-jähriges Jubiläum

48 Menschen mit teils schweren körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen haben hier ihr Zuhause gefunden.

Mit dem Start in den November feierten die Bewohnerinnen und Bewohner das zehnjährige Bestehen des Wohnangebots der Evangelischen Stiftung Neinstedt in Blankenburg.

48 Menschen mit teils schweren körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen haben hier ihr Zuhause gefunden. Um dieses Jubiläum gebührend zu begehen, waren zahlreiche Gäste im Innenhof zusammengekommen.

Begrüßt wurden die Anwesenden vom Pädagogisch-Diakonischen Vorstand der Stiftung, Ronny Rösler, mit einem geistlichen Impuls zum Jubiläum. Sein kaufmännischer Vorstandskollege, Stephan Zwick, gab anschließend einen kurzen Überblick über die Geschichte der mit dem Namen Emmaus verbundenen Häuser der Stiftung. Zwick erläuterte:
„Ursprünglich war das Haus Emmaus ein Wohnangebot in Neinstedt. Im Jahr 2012 erwarb die Evangelische Stiftung Neinstedt das alte Klinikum in Blankenburg. Aufgrund der Bausubstanz konnte dieses Gebäude leider nicht als erhaltenswert eingestuft werden. Infolgedessen bemühten sich die damaligen Neinstedter Anstalten, einen Ersatzbau zu planen.“

Der daraufhin geplante Neubau sollte 48 Wohnplätze in vier Einheiten zu je zwölf Plätzen umfassen. Der Schwerpunkt der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner lag auf Menschen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen, die sich im letzten Lebensdrittel befinden. Daher wurde eine Wohneinheit speziell mit der Möglichkeit ausgestattet, den Bewohnerinnen und Bewohnern medizinische Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen. Um den neuesten Anforderungen gerecht zu werden, entstanden ausschließlich Einzelzimmer, und es wurde auf einen hohen energetischen Standard geachtet. Im November 2015 sind dann die ersten Bewohnerinnen und Bewohner aus Neinstedt in ihr neues Haus Emmaus eingezogen.

Karen Jebauer-Schlegel ist die für das Haus Emmaus zuständige Wohnverbundleitung. Sie nutzte die Gelegenheit, sich bei den Kolleginnen für ihre Treue zum Haus zu bedanken und hob die Jubilarinnen wie Dorit Grönholdt, Diana Berghof und Yvonne Bögelsack hervor, die zeitgleich mit der Eröffnung vor zehn Jahren ihren Dienst gestartet haben.

In den vergangenen Jahren ist auch das Umfeld stetig gewachsen. Besonders stolz sind die Bewohnerinnen, Bewohner und Mitarbeitenden auf den Innenhof: Eine offene Bepflanzung, gemütliche Sitzbereiche und ausreichend Platz für gemeinschaftliche Aktivitäten schaffen eine einladende Atmosphäre der Begegnung. Hier kann gemeinsam gegärtnert, gefeiert oder einfach die Ruhe genossen werden.

Ein besonderes Highlight ist der „Garten der Sinne“, in dem eine Taststrecke, ein Erlebnispfad, ein Klangbaum und liebevoll angelegte Hochbeete mit farbenprächtigen Pflanzen zum Erkunden einladen. Sie machen den Garten zu einem kleinen Fest für alle Sinne.

Heute sind die Bewohnerinnen und Bewohner ein fester Bestandteil des Lebens in Blankenburg. So sind sie mit dem Rollstuhlfahrrad im Ort unterwegs. Regelmäßig finden Veranstaltungen statt, zu denen auch die Nachbarschaft und weitere Gäste eingeladen sind. So wird beispielsweise am 27. November der diesjährige Adventsbasar am Haus Emmaus stattfinden.