Rotarier spenden für Diakonie Zentrum in Tandala

30.04.2015

Rotarier spenden für Diakonie Zentrum in Tandala

Am 29. April hielt der Leiter des in Tandal in Tansania gelegenen Diakonie Zentrums, Elikana Kitahenga, in der Evangelischen Stiftung Neinstedt einen Vortag über Ziele und Formen der Arbeit seiner Einrichtung.

Am 29. April hielt der Leiter des in Tandal in Tansania gelegenen Diakonie Zentrums, Elikana Kitahenga, in der Evangelischen Stiftung Neinstedt einen Vortag über Ziele und Formen der Arbeit seiner Einrichtung. Kitahenga hält sich derzeit zusammen mit sechs weiteren Personen aus Tandala in Neinstedt auf, Anlass ist das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen der Neinstedter Stiftung und der Einrichtung in Tandala. Zudem ist er einer der Mitbegründer dieser internationalen Kooperation, gehörte er doch 1985 zu den ersten Personen, die sich zum Diakon in Neinstedt ausbilden ließen.
Schwerpunkt des Vortrages von Elikana Kitahenga war die Vorstellung der Arbeit des Diakonie Zentrums, das 1990 gegründet wurde und mittlerweile ein Vorreiter dieser Arbeit in Tansania bildet. Organisatorisch ist die Einrichtung der Südzentral-Diözese der lutherischen Kirche in Tansania zugeordnet, ihr Bischof Senga wird beim Neinstedter Jahresfest am 10. Mai als Zeichen der Verbundenheit den Festgottesdienst feiern.
Einen wichtigen Arbeitsbereich des Diakonie Zentrums Tandala bildet das weite Feld der gesundheitlichen Aufklärung. Nach Kitahenga erstreckt es sich von der Aids-Beratung, der Beratung von Eltern von Kindern mit Behinderung bis hin zur Lobbyarbeit für diese Personengruppe.. Der Ausbildungsbereich des Zentrums zielt hingegen darauf, nachhaltig die Selbständigkeit der behinderten Menschen zu stärken, z.B. indem sie in mehrwöchigen Kursen als Korbflechter ausgebildet werden.
"Gerade die sondermedizinischen Angeboten des Diakonie Zentrums Tandala verdeutlichen die unterschiedlichen medizinischen Bedarfe in Europa und Afrika," so Kitahenga weiter. Daher erhalten chronische Kranke wie Diabetiker und Epileptiker, die in weitentfernten Dörfern leben, im Diakonie Zentrum nicht nur dauerhafte medizinische Unterstützung, sondern auch das notwendige Fahrgeld, um die langen Entfernungen hin zum Behandlungsort überhaupt zurücklegen zu können. Weitere wichtige Aufgaben sind in diesem Bereich die Produktion, aber auch das Anpassen von Prothesen.
Am Ende seines Vortrages im Betsaal der Evangelischen Stiftung Neinstedt überreichte Hans-Gerhard Jahn, Präsident des Rotary-Clubs Quedlinburg, Elikana Kitahenga einen Check in Höhe von 1.000€. Diese Spende wird für dringliche orthopädische Operationen sowie für Prothesen in Tandala gebraucht.