Lindenhofsgemeinde

Die Entstehung

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Das gemeinsame Hören auf das Wort Gottes, das gemeinsame Beten und das gemeinsame Singen waren ein unverkennbares und selbstverständliches Merkmal des Lebens von Beginn an in den Neinstedter Stiftungen. Durch ihren klaren Gottesbezug hat es so schon immer Formen kirchgemeindlichen Lebens in unserer Stiftungsarbeit gegeben.


Nachdem die Neinstedter Stiftungen mit der Anzahl der Bewohner, der Mitarbeitenden und der jungen Leute in der Diakonenausbildung immer größer wurden, ergab sich die Notwendigkeit des Neubaus einer Kirche. Zeitgleich hat sich das gemeindliche Leben durch Organisations-Dekret der damals preußischen Provinzregierung 1886 mit allen Rechten und Pflichten mit dem Namen "Lindenhofsgemeinde" konstituiert.

Das Wesen der Gemeinde

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Die Lindenhofsgemeinde ist eine der wesentlichsten Lebensäußerungen der Stiftungsarbeit. In ihren Lebensformen hat sie den Anspruch, soziale Inklusion und Integration verwirklichen zu können. Sie will mit ihren geistlich-theologischen Ansätzen für die Arbeit der Stiftung Impulse setzen und eine der wichtigen innovativen Kräfte in der Stiftung sein. Die Arbeit der Lindenhofsgemeinde versteht sich als Quelle, Wurzel und Halt aller unter dem Dach der Stiftung lebenden und arbeitenden Menschen mit und ohne Behinderung.

Die Lindenhofsgemeinde bildet darüber hinaus zusammen mit dem Kirchspiel Neinstedt-Weddersleben und Stecklenberg einen gemeinsamen Pfarrbereich. Aus diesem Pfarrbereich kommt ein großer Teil der Mitarbeiterschaft der Evangelischen Stiftung Neinstedt.

Das Leben in der Gemeinde

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Das Leben der Lindenhofsgemeinde spiegelt sich in differenzierten kirchgemeindlichen Aktivitäten wieder. Neben Andachten in den Häusern, der Tradition des Dankens beim Tischgebet und ethischen Reflexionen des Alltages gibt es vielfältige andere Formen des Gemeindelebens.

Durch die musikpädagogische Ausprägung der Stiftungsarbeit gibt es ein reichhaltiges kirchenmusikalisches Geschehen im Gemeindeleben, zum Beispiel bei der Ausgestaltung von Gottesdiensten, in vielen Konzerten und Aufführungen.

Desweiteren machen die Konfirmanden- und Jugendarbeit, der Seniorenkreis und -tanzkreis, der Eltern-Kind-Kreis, Bibelstunden und Fürbittgebetsabende einen wichtigen Teil des gemeindlichen Spektrums im Pfarrbereich aus.

Im zeitlichen Abstand von zwei bis drei Monaten findet unter dem Dach der Lindenhofsgemeinde der „Gottesdienst mal anders“ statt. Diese geistliche Bewegung wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen. Diakoninnen und Diakone übernehmen viele Aufgaben der Verkündigung, Amtshandlungen und Gestaltungen des Gemeindelebens im Pfarrbereich.

Das Kirchengebäude

Lindenhofskirche Evangelische Stiftung Neinstedt

Die Kirche wurde 1886 im Zusammenhang mit der größer werdenden "Anstaltsgemeinde" der Neinstedter Anstalten, heute Evangelische Stiftung Neinstedt, im neoromanischen Baustil fertig gestellt und eingeweiht. Im Glockenturm befinden sich drei Gussstahl-Glocken aus der Glockengießerei Schilling, Apolda, mit der Tonfolge "g", "b" und "des". Im Jahre 1910 erfolgte der Einbau der Seitenemporen. Die Glasfenster wurden von der Glasmaler-Firma Müller in Quedlinburg hergestellt.
Die Orgel hat eine pneumatische Traktion und stammt aus der Werkstatt des Orgelbaumeisters Ernst Röver aus Hausneindorf bei Quedlinburg.
Die meisten Paramente im Altarraum sind von Diakon Max Greiner aus Alt-Textilien der Kleiderspende in den 1960er Jahren gestaltet und hergestellt worden.

Kontakt

Pfarrerin Kristin Heyser
Lindenstraße 22A
06502 Thale / OT Neinstedt
Telefon 03947 772 51 51
Email

Antje Eggert (stellvertr. Vors.Gemeindekirchenrat)
Osterberg 18
06502 Thale / OT Neinstedt
Telefon 03947 779095
Email