Das Krankenhaus

Psychiatrie direkt

Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)
Telefon 03947-99 350

Psychiatrische Tagesklinik
Telefon 03947-99 308 oder -300

Psychiatrische Stationen
Telefon 03947-99 309 oder -300

Unser Leitbild

Gespräch Evangelische Stiftung Neinstedt
Fachgespräch

Was charakterisiert uns?

Wir sehen uns in helfender Partnerschaft, besonders zu den Menschen, die durch ein psychisches Handicap aus ihren bisherigen Lebensbahnen geworfen wurden. Wir nehmen jeden Menschen vorbehaltlos an. Mit hoher medizinischer Qualifikation praktizieren wir ganzheitliche Hilfe.

 

Wo sehen wir unsere Stärken und Besonderheiten?

Unser Fachkrankenhaus „Hildegard von Bingen" hat eine überschaubare, familiäre Größe. Jeder Patient wird individuell und in personeller Kontinuität von uns begleitet. Wandelnden Qualitätsanforderungen kann rasch und konstruktiv begegnet werden.

Wir arbeiten gezielt an unserem integralen Therapiekonzept. Das bezieht immer mehr Ebenen der menschlichen Existenz mit ein.

Der Therapieansatz ist zunehmend lösungsorientiert. An der Fragestellung „Wie können die Lösungen für meinen Fall aussehen?" und „Wie kann ich befähigt werden, sie zu leben?"  arbeitet der Patient gemeinsam mit den Mitarbeitern. Dieser Wachstumsprozess hilft dem Patienten, sich von den hemmenden Gedanken „Was ist noch alles krank an mir" und „Der Professionelle macht mich gesund" abzuwenden und eigene Wege hin zu mentalem und körperlichem Gleichgewicht zu beschreiten.

Welche verbindlichen Grundsätze des alltäglichen Handelns sind uns wichtig?

  • Wir analysieren und therapieren die Erkrankungen unserer Patienten mit professioneller Sorgfalt.
  • Wir achten die Individualität des Patienten in seinem So-Gewordensein.
  • Wir nehmen den Patienten hinein in eine Mitverantwortung für seine Genesung: Soviel Hilfe wie nötig und soviel Eigenverantwortung wie möglich.
  • Über alle Hierarchieebenen hinweg unterstützen wir uns gegenseitig in unserer täglichen Arbeit.
  • Das Management unterstützt die Life-Work-Balance und sorgt für eine ausreichende Qualifizierung, damit unsere Mitarbeiter ihre Arbeit nach den neuesten wissenschaftlichen Standards verrichten können.
  • Wir begegnen unseren Mitarbeitern und Kollegen mit Wertschätzung, Fleiß, Zuverlässigkeit, Flexibilität, Einfühlsamkeit und Konfliktlösungsbereitschaft sowie Offenheit für den positiven Wandel.

Daten und Fakten

Kapazitäten:  
Station 1 21 Betten
Station 2 19 Betten
Tagesklinik 12 Plätze
Aufenthaltsraum für Patienten

Hildegard von Bingen (1098-1179)

Hildegard von Bingen Evangelische Stiftung Neinstedt
Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen gilt als eine der faszinierendsten Frauen des Mittelalters. Sie lebte als Ordensfrau des Benediktinerordens am Rhein. Die Wirkung ihres sozialen und gesellschaftlichen Handelns reicht bis in unsere heutige Zeit.

Sie überlieferte uns ihre unschätzbar wertvolle Kräuterheilkunde. Sie experimentierte mit Edelsteinen. In der Anwendung humaner Methoden zur Versorgung psychisch Kranker zeigte sich ihre große Menschenkenntnis. Hildegard von Bingen dachte und handelte ganzheitlich. In ihren Visionen erlebte sie Erde und Himmel, das Menschliche und das Göttliche als Einheit.

Sie war Gründerin zweier Klöster. Das Kloster Eibingen bei Rüdesheim und das Kloster Rupertsberg bei Bingen, zwischen 1147 und 1151 über dem Grab des heiligen Rupertus, errichtet -. Als Naturforscherin, Heilkundige, Komponistin und Musikerin, Literatin, Theologin und Mystikerin stand die große Visionärin mit den politischen Machthabern ihrer Zeit in Kontakt. Sie predigte und mischte sich kritisch in die Missstände von Politik und Kirche ein.

Hildegard von Bingen erforschte ihre Welt und sammelte umfassende Erkenntnisse, die uns detailliert erhalten sind. Bei uns verbindet sich diese Klostertradition mit modernsten medizinischen Erkenntnissen. Den Entwurf ihrer integralen Lebenspraxis setzen wir in unserem Fachkrankenhaus „Hildegard von Bingen" zum Wohle unserer Patienten ein.

Evangelisches Fachkrankenhaus "Hildegard von Bingen"

Geschichte

1908 Die „Neinstedter Anstalten“ erachteten ein Krankenhaus für die medizinische Betreuung seiner Bewohner als notwendig. Neben der allgemeinen medizinischen Versorgung bedurfte es vor allem einer Möglichkeit zur Isolierung bei ansteckenden Krankheiten und zur Aufnahme akuter Fälle.
1909-1910 Planung und Bau des Anstaltskrankenhauses
1911 Einweihung des Krankenhauses mit 30 Betten und einem Operationssaal
1911-1941 Allgemeine medizinische Versorgung und stationäre Behandlung von Bewohnern und Angestellten der Neinstedter Anstalten
1942 Die Deutsche Wehrmacht übernimmt das Krankenhauses und die meisten Anstaltsgebäude zur Einrichtung eines Reservelazaretts unter dem Namen "Haus Waldmann".
1945-
1967
Das Eisenhüttenwerk Thale übernimmt das Krankenhausgebäude als Unterkunft für Aussiedler unter seinen Hüttenwerksarbeitern.
Aug.
1967
Ende der Fremdnutzung und Beginn umfangreicher Umbauarbeiten zur Vorbereitung der Wiederaufnahme des Krankenhausbetriebes
1970 Wiederaufnahme des Krankenhausbetriebes mit einer Pflegeabteilung für schwerstbehinderte Heimbewohner und einer Altenstation.
Außerdem stehen nun Zimmer mit Belegbetten zur Aufnahme akut psychisch erkrankter und alkoholabhängiger Patienten aus dem Landkreis Quedlinburg zur Verfügung.
1971 Durch entsprechende Umstrukturierung beginnt die Spezialisierung zum Fachkrankenhaus für Psychiatrie mit zwei Stationen.
1975 Einrichtung einer EEG-Abteilung
1989
ff.
Die Funktion als allgemeines Anstaltskrankenhaus wird aufgegeben - die regionalen Krankenhäuser übernehmen die somatische Behandlung der Bewohner der „Neinstedter Anstalten“.
Die ausschließliche Nutzung als Psychiatrisches Fachkrankenhaus für die Allgemeinheit in der Region wird vollzogen.
1991 Eröffnung der Psychiatrischen Institutsambulanz im Lukashaus.
Daneben sind hier die moderne Ergotherapie und das Physiotherapiezentrum mit Schwimmbad, Sauna und Sportsaal zu finden.
1992 Anerkennung als Fachkrankenhaus für Psychiatrie nach bundesdeutschen Normen mit dem offiziellen Titel "Evangelisches Fachkrankenhaus für Psychiatrie".
1994 Übergabe der Tagesklinik an die Öffentlichkeit.
Es entwickelt sich hier eine komplexe Psychotherapie mit breitestem Behandlungsspektrum.
1995 Etablierung der Klinikseelsorge.
1996 Feier des Jubiläums zum 25jährigen Bestehen des Fachkrankenhauses
2000 Eröffnung des zweiten Teils der Tagesklinik im ehemaligen Gästehaus der „Neinstedter Anstalten“.
Fachtagung anlässlich der internen Namensgebung "Hildegard von Bingen" für das Fachkrankenhaus. Daraus erwachsen die nun traditionellen, jährlich stattfindenden, überregionalen Herbsttagungen.
2001 Feier des Jubiläums zum 30jährigen Bestehen des Fachkrankenhauses mit nun offizieller Namensgebung "Hildegard von Bingen".
2004 Vollzogene Funktionsteilung der Arbeitsbereiche im Fachkrankenhaus: Station I dient der Behandlung psychisch Erkrankter. Auf Station II erfolgt die Spezialisierung zur Behandlung suchtkranker Patienten. Neben den bisher behandelten alkohol- und medikamentenabhängigen Patienten finden zunehmend Konsumenten illegaler Drogen Aufnahme. Dieser Zweig der Arbeit entwickelt sich zu einem weiteren Schwerpunkt.

Die seit den Anfängen bestehende Spezialisierung der psychiatrischen Behandlung geistig behinderter Menschen erfährt immer weitere Synergieeffekte in Zusammenarbeit mit den therapeutischen Einrichtungen der „Neinstedter Anstalten“ .
2011 Das Evangelische Fachkrankenhaus für Psychiatrie "Hildegard von Bingen" wird 40 Jahre alt und versorgt mit 40 stationären Plätzen und 12 Tagesklinik-Plätzen psychisch Erkrankte und suchtkranke Patienten aus einem überregionalen Einzugsbereich.
2013 Übernahme erweiterter und modernisierter Räumlichkeiten für die Tagesklinik im Lukashaus.
Bauliche Sanierung und Erweiterung von Räumen der Stationen.
2014 Zunahme der Kapazitäten: Erweiterung der psychiatrischen Institutsambulanz (PIA).

Region

Sitzbank Evangelische Stiftung Neinstedt
Ort zur Entspannung und Ruhe

Zwischen dem nordöstlichen Rand des Harzes mit seinen märchenhaften Wäldern und der spektakulären Teufelsmauer im Vorharz liegt der Ort Neinstedt.

Das beschauliche Dorf gehört seit 2009 zur 3 km entfernten Stadt Thale und damit zur beliebten Urlaubsregion Bodetal. Das wildromantische Bodetal erstreckt sich von der Rappbodetalsperre bis nach Thale. Steile Felsformationen, tosende Gewässer und eine artenreiche Flora und Fauna verleihen der Umgebung eine romantische Schönheit.

Neinstedt ist an die Eisenbahnlinie Magdeburg-Thale angeschlossen.

Per PKW ist Neinstedt unkompliziert über die B6n erreichbar:

  • Abfahrt Thale über Warnstedt oder
  • Ausfahrt Quedlinburg über Weddersleben bzw. Abzweig Bad Suderode.

Weitere Inforamtionen zur Region mit Ausflugszielen und Veranstaltungen finden Sie unter:

www.bodetal.de